Mit der Fähre nach Turku

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Von der Fotografiska direkt zur Fähre im Nieselregen. Bergan versteht sich. 30 Minuten vor Abfahrt werden Fußgänger eingecheckt. Wir sind 1 Stunde vorher da. Und vor uns haben schon mehr als 1.000 Passagiere eingecheckt. Wir richten uns auf Chaos und lange Wartezeiten ein.

Aber wir sind in Schweden und Finnland: das Boarding dauert maximal eine Viertelstunde. An Bord brauchen wir weniger als 5 Minuten, um unsere Kabine zu finden. Und die ist ein Träumchen!

Sauber, die Betten sind hochgeklappt, dadurch ist viel Platz, um erstmal die großen Rucksäcke zu platzieren. Das Bad sauber, stinkt nicht, sauber und sauber. Es ist umwerfend. Ich springe erstmal unter die Dusche. Wow. So angenehm. Grandios. Luxuriös. Sauber!

Und das Highlight der Kabine? Das Fenster.

Riesengroß und kreisrund. Keine Promenade vor dem Fenster. Einfach freier Blick in die Schären.

Wir strauchen einmal übers Schiff.

Ein Fährschiff halt. Aber alles ist neu, sauber und charmant. Wenn ich nicht so müde wäre, könnte ich mir vorstellen, nachher was Gepflegtes zu trinken und etwas zu tanzen.

Aber wir fahren ja wegen der Schären mit der Fähre. Also wollen wir gucken. Da es regnet und wir echt müde sind, bevorzugen Martina und ich in der Kabine den gemütlichen Blick von der Sitzbank durchs Fenster in die Schären und Marcel zieht los zum Karaoke singen. Er wird viel Spaß haben, während wir mit träumerischen Blick am Fenster hängen.

Irgendwann klappen wir die Betten runter und hängen für Marci die Hühnerleiter ein. Wir krabbeln unter die Decken und genießen den Ausblick aus dem riesigen Fenster. Das erste Highlight dieser Reise.

Die Kabine müssen wir um 6:30 Uhr geräumt haben, also 5:30 für uns. Finnland rutscht schon 1 Stunde weiter. Eine kurze Nacht. Das Schiff schnurrt leise durch die Nacht. Was haben wir gut geschlafen. Nur halt kurz. Können wir gleich wieder zurück fahren? Mit genau diesem Schiff?

Hinter einem dieser kreisrunden Fenster ist unsere Kabine.
Auf jeder Insel ein Haus, sagt man.
Leuchtturm mit dem im Fenster gespiegelten Logo von Viking Line.
Morgensonne gespiegelt im Fenster.

Die Fähre ist natürlich pünktlich in Turku und das Offboarding geht genauso schnell und easy. Die Massen verteilen sich blitzschnell. Viele werden abgeholt, einige Reisebusse sammeln Gruppen ein. Wir finden den kleinen Bahnhof im Hafen. Hier sind schon nur noch eine Handvoll Leute.

Tatsächlich sind Marci und ich die einzigen ohne Sitzplatzreservierung und müssen 3 mal den Platz wechseln. Zielsicher haben wir uns auf gebuchte Plätzw gesetzt. Aber tatsächlich tragen wir lediglich die Fahrt in den Interrail Pass ein, das war’s – keine Zusatzkosten.

Donnerstagmittag kommen wir in Helsinki an.

In Helsinki wohnen wir in Milas Wohnung. Sehr privat. Marci liebt das Klavier der Musiklehrerin.

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